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Johannes Urzidil (1896–1970) – ein "hinternationaler" Autor aus Böhmen

Neuigkeiten

Wenn wir uns geirrt, etwas übersehen, vergessen oder gar nicht gewusst haben, schreiben Sie uns gern, dann können wir es korrigieren oder ergänzen.

2014

13. März 2014 – Theater:
Das Theaterstück „Kvartýr“ („Wohnung“), eine Dramatisierung von Urzidils Erzählung „Letztes Läuten“ (aus dem Erzählungsband „Bist du es, Ronald?“, 1968) durch David Jařab, erlebt am Národní divadlo (Nationaltheater) in Prag seine Uraufführung.
Es handelt sich hierbei um die dritte Dramatiserung der Erzählung, nach derjenigen von Michal Lázňovský und Frederika Smetana, die von der französisch-tschechischen „Compagnie Golem théâtre“ als Teil des Stückes „On ne peut pas se plaindre“ („Wir dürfen uns nicht beschweren“) schon 2005 in Grenoble uraufgeführt wurde (s. auch Oktober 2011 und September/Oktober 2010), und derjenigen von Tereza Boučková unter dem Titel „Sodoma komora“ („Sodom Kammer“, entstanden 2003), deren Uraufführung am 16. Mai 2009 am Divadlo Šumperk (Theater Mährisch-Schönberg) stattfand (woher die Protagonistin in Urzidils Erzählung auch stammt). David Jařab brachte bereits am 17. Dezember 2009 erfolgreich Urzidils Erzählung „Weißenstein Karl“ (aus dem Erzählungsband „Prager Triptychon“, 1960) unter dem Titel „Weissenstein“ auf die Bühne des Divadlo Komedie (Theater Komödie), Prag. (S. auch Mai und November 2013, Mai 2012 sowie September 2011.)
„Kvartýr“ auf: i-divadlo.cz.
Theaterkritik zu „Sodoma komora“ von Adéla Janovská in: divadelní noviny. Nr. 12. 2009.

2013

16. November 2013 – Fernsehen:
Im Programm „Čt art“ von Česká televize (Tschechisches Fernsehen) wird um 22:25 Uhr die unter der Regie von Radim Špaček enstandene Filmaufzeichnung der Dramatisierung „Weissenstein“ von Urzidils Erzählung „Weißenstein Karl“ (aus dem Erzählungsband „Prager Triptychon“, 1960) durch David Jařab gezeigt; Uraufführung des Stückes war am 17. Dezember 2009 im Divadlo Komedie (Theater Komödie), Prag. (S. auch März 2014, Mai 2013, Mai 2012 und September 2011.)

27. Oktober 2013 – Blog
Goio Borge schreibt in seinem Blog „Banquete a la tropa“ („Festessen in der Truppe“) ausführlich über die spanische Übersetzung „El oro de Caramablú“ (Tafalla: txalaparta 2003), die der uruguayisch-kubanische Schriftsteller Daniel Chavarría von Urzidils im Baskenland während des Spanischen Bürgerkriegs spielender Erzählung „Das Gold von Caramablu“ (aus dem Band „Die letzte Tombola“, 1971) vorgelegt hat. Das Buch enthält auch das Vorwort, das Isabelle Ruiz ihrer französischen Übersetzung „L’or de Caramablu“ (Paris: Horay 1998) beigegeben hat. (Rez. zur französischen Ausgabe von Lili Braniste in: Lire. 1. II. 1999.)

18. September 2013 – Blog:
In ihrem Blog „Irodalom és művészetek birodalma“ („Reich der Literatur und Kunst“) veröffentlicht Ilona Csicsada unter dem Titel „Libapecsenye és nadrágtartó“ („Gänsebraten und Hosenträger“) eine (um die letzten Seiten gekürzte) ungarische Übersetzung von Urzidils Erzählung „Die letzte Tombola“ (aus dem gleichnamigen Erzählungsband von 1972) durch den ungarischen Dichter Gábor Hajnal, erstmals 1972 erschienen in der Budapester Literaturzeitschrift „Nagyvilág“ („Rund um die Welt“; 17. Jg. Nr. 6. S. 814-825).

11. September 2013 – Vortrag:
Michel Reffet hält einen in Leben und Werk Urzidils einführenden Vortrag bei einem mehrtägigen Seminar des Österreichischen Außenministeriums in Kooperation mit dem Zentrum Ost-/Südosteuropa der Niederösterreichischen Landesakademie zum Thema „Österreichische Kultur und Literatur im 20. Jahrhundert“ im Stift Klosterneuburg.

5. September 2013 – Blog:
In dem Blog „Bulletin Dada“ schreibt Raluca Dan über „Schiţă cu elefant“ (Bucureşti: Univers 1972), Maria Şahighians (um zwei Erzählungen gekürzte) rumänische Übersetzung von Urzidils Erzählungsband „Das Elefantenblatt“ (1962), zu der Virgil Nemoianu ein Vorwort beigesteuert hat.

24. August 2013 – Rundfunk:
In seiner Radiosendung „In viaggio nelle città d’Europa: Praha“ („Auf der Reise in europäische Städte: Prag“) auf Rai Radio 1 (von 9:35 Uhr bis 10:20 Uhr) erinnert Umberto Broccoli auch ausführlich an Urzidil und liest aus dessen Erzählung „Predella. Relief der Stadt“ aus dem Band „Prager Triptychon“ (1960) vor. Dieser ist in Italien erstmals 1967 unter dem Titel „Trittico di Praga“ (Milano: Rizzoli), übertragen von Mario Nordio und Vittoria Ruberl sowie mit einer Einleitung von Claudio Magris, erschienen und dann nochmals 1993 (Milano: Adelphi, ²2002, ³2005) als „Il trittico praghese“ in italienischer Sprache publiziert worden, neu übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Elisabetta Dell’Anna Ciancia sowie diesmal mit einem (nicht mit der genannten Einleitung identischen) Nachwort von Claudio Magris.
Download als mp3-Datei.

16. Mai 2013 – Theater:
Eine Filmaufzeichnung (Regie: Radim Špaček) der Dramatisierung „Weissenstein“ von Urzidils Erzählung „Weißenstein Karl“ (aus dem Erzählungsband „Prager Triptychon“, 1960) durch David Jařab – Uraufführung war am 17. Dezember 2009 im Divadlo Komedie (Theater Komödie), Prag – wird im Rahmen des 17. Internationalen Theaterfestivals „Divadelní flora“ (Theater Flora) im Divadlo na cucky (Theater in Fetzen) in Olomouc (Olmütz) gezeigt. Der Film wird am 16. November 2013 auch im Programm „Čt art“ von Česká televize (Tschechisches Fernsehen) gesendet. (S. auch März 2014, Mai 2012 und September 2011.)

5. Mai 2013 – Blog:
Günter Unger schreibt unter dem Titel „Ein Meister des Prager Deutsch“ im Blog „Koschere Melange“ des Österreichischen Jüdischen Museums, Eisenstadt, über Urzidil.

27. April 2013 – Blog:
In ihrem Blog „dietroleparole.it│appunti di literatura“ („Hinter den Worten. Literaturnotizen“) rezensiert Anna Ranzani „L’amata perduta“, die italienische Ausgabe (Milano: Adelphi 1982, ²1990, ³1994) von Urzidils Erzählungsband „Die verlorene Geliebte“ (1956), übertragen von Renata Colorni, Vittoria Ruberl und Sergio Solmi.

1. April 2013 – Buch:
Der von Steffen Höhne, Klaus Johann und Mirek Němec herausgegebene Band „Johannes Urzidil (1896–1970). Ein ‚hinternationaler‘ Schriftsteller zwischen Böhmen und New York“ erscheint im Böhlau-Verlag, Köln, Weimar u. Wien, in der Reihe „Intellektuelles Prag im 19. und 20 Jahrhundert“. Der knapp 600 Seiten starke Band enthält 31 Beiträge von 33 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen aus Europa und den USA zu fast allen Bereichen des weit gefächerten Urzidilschen Werkes. Die meisten Beiträge beruhen auf Vorträgen der dritten internationalen und interdisziplinären Johannes-Urzidil-Konferenz im Mai 2010 in Ústí nad Labem/Aussig an der Elbe.
Inhaltsverzeichnis.
Rundfunkbericht über das Buch von Marco Zimmermann für die deutschsprachige Abteilung von Radio Prag. 6. IV. 2013; Wiederholung: 19. X: 2013.
Rez. von Martin A. Hainz auf fixpoetry.com. 2. VII. 2013; Rez. von Helena Kanyar-Becker in: Roš chodeš. Nr. 5. 2013. S. 20; Rez. von Volker Strebel in: Kulturpolitische Korrespondenz. Nr. 1334. 25. VII. 2013. S. 19, auch in: literaturkritik.de. Nr. 8. 2013, auch in: Universitas. 68. Jg. August 2013. Nr. 806. S. 103 f., auch in letnapark-prager-kleine-seiten.com. 6. VIII. 2013.

8. März 2013 – Buch:
Eine mit Anmerkungen und einer Zeittafel versehene Neuausgabe von Urzidils Erzählungsband „Die erbeuteten Frauen“ (1966) wird vom Elsinor-Verlag, Coesfeld, veröffentlicht. Das Buch enthält sieben längere Erzählungen, von denen drei in Böhmen und zwei in New York, aber auch eine in Italien und eine im antiken Griechenland spielen.
Rez. von David Axmann in: Wiener Zeitung. 19. VII. 2013; Rez. von Volker Strebel in: Prager Zeitung. 3. VII. 2013, auch in: literaturkritik.de. Nr. 8. 2013, auch in letnapark-prager-kleine-seiten.com. 6. VIII. 2013; Rez. von Gerhard Trapp in: Stifter Jahrbuch. N. F. 23. Jg. 2013. (In Vorbereitung.)

März 2013 – Anekdote
Eine Anekdote, die Urzidil postum mit Thomas Bernhard verbindet, erzählt der italienische Schriftsteller und Verleger Roberto Calasso in seinem neuen Buch L’impronta dell’editore („Der Fußabdruck des Herausgebers“) (Milano: Adelphi 2013).

27. Februar 2013 – Vortrag:
Isabelle Ruiz hält bei der Konferenz „Mutations identitaires en Europe à l’aube du XXIe siècle“ („Identitätswandlungen in Europa am Anfang des 21. Jahrhunderts“) an der Université du Maine in Le Mans einen Vortrag über Lidée dEurope ou la ‚symbiose conflictuelle‘ selon Johannes Urzidil (dernier conteur pragois de langue allemande)“ („Die Idee von Europa oder die ‚konfliktgeladene Symbiose‘ nach Johannes Urzidil [letzter Prager Erzähler deutscher Sprache]“)
Videoaufzeichnung.

Lesereise:
Die Lesereise „Ich bin hinternational – Johannes Urzidil“ von Vera Schneider und Klaus Johann unter Mitwirkung Gerhard Trapps, wird auch in diesem Jahr fortgesetzt, und zwar in Dresden, Düsseldorf und Bonn.

Literatur:

  • Bescansa Leiros, Carme: „Mi hogar es lo que escribo“. [„Meine Heimat ist, was ich schreibe“.] In: Carme Bescansa Leiros (Hg.): Voces de Bohemia. Visiones de la pérdida del hogar en la literatura en lengua alemana de Bohemia. Un acercamiento desde los estudios espaciales. [Stimmen aus Böhmen. Visionen der verlorenen Heimat in der deutschböhmische Literatur. Eine Annäherung von den Raumstudien her.] Madrid: Cyan/Entimema 2013. (Im Druck.)
  • Höhne, Steffen, Klaus Johann u. Mirek Němec (Hg.): Johannes Urzidil (1896–1970). Ein „hinternationaler“ Schriftsteller zwischen Böhmen und New York. Köln, Weimar u. Wien: Böhlau 2013. (= Intellektuelles Prag im 19. und 20 Jahrhundert. 4.) 597 Seiten. Inhaltsverzeichnis.
  • Kovačková, Kateřina: Figuren der "Anderen" in der deutschbömischen Literatur am Beispiel von Josef Holub, Gerold Tietz und Johannes Urzidil. Dissertation. Ludwig-Maximilians-Universität München 2013.
  • Ruiz, Isabelle: L’ancienne Autriche vue par Johannes Urzidil: entre idéalisation et ironie. [Das alte Österreich, gesehen von Johannes Urzidil: zwischen Idealisierung und Ironie.] In: Hélène Leclerc (Hg.): Cultures nationales en Autriche-Hongrie (1867-1918). Contacts, confluences et transferts. [Nationalkulturen in Österreich-Ungarn (1867-1918). Kontakte, Zusammenflüsse und Transfers.]Nancy: CEGIL 2013. (= Collection „Le texte et l’idée“.) S. 67-80.
  • Schwarzenberg, Johannes Erkinger: Erinnerungen und Gedanken eines Diplomaten im Zeitenwandel 1903-1978. Hg. v. Colienne Meran, Marysia Miller-Aichholz und Erkinger Schwarzenberg. Wien, Köln u. Weimar: Böhlau 2013. Zu Urzidil S. 76 f.
  • Trapp, Gerhard: Der „innere Gamsbart“ – Positionen Johannes Urzidils im Diskussionsfeld von Prager deutscher und sudentendeutscher Literatur. In: Peter Becher, Jozo Džambo u. Anna Knechtel (Hg.): Prag – Provinz. Wechselwirkungen und Gegensätze in der deutschsprachigen Regionalliteratur Böhmens, Mährens und Sudetenschlesiens. Wuppertal u. Wien: Arco 2013. (= Arco Wissenschaft. 26.) (Im Druck.)
  • Weiß, Norbert und Jens Wonneberger: Am Grünen Zipfel und Auf dem Sand. Hellerau literarisch. Dresden: Neisse 2013. Zu Urzidil vor allem S. 23 f. u. 201 f.
  • Zankl, Verena: Christine Busta und Johannes Urzidil. Briefwechsel 1957 bis 1970. Kritischer Text und Kommentar. Dissertation. Universität Innsbruck 2013. 436 Seiten.
  • Zankl, Verena: „Wenn wir eingehn zur Goldenen Stadt, tauschen wir unsere Rätsel“. Der Briefwechsel zwischen Christine Busta und Johannes Urzidil. Überlegungen zu einem Überblickskommentar. In: Wolfgang Wiesmüller (Hg.): Probleme des Kommentierens. Beiträge eines Innsbrucker Workshops. Innsbruck: Institut für Germanistik 2013. (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Germanistische Reihe. 79.) (Im Druck.)